Frutarismus – extremer geht immer

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Frutarismus – extremer geht immer

23. September 2018 Allgemein 0

 

Vor einiger Zeit hatte ich eine kleine Blogreihe über die gängigsten Ernährungsformen geschrieben, zu denen unter anderem auch der Veganismus gehört. Bereits dazu hatte ich mich durchaus kritisch geäußert, weil eine gesunde, ausgewogene Ernährung bei gleichzeitigem Verzicht auf alle tierischen Produkte nur noch schwer möglich ist. Natürlich ist der ethische Ansatz, dass kein Lebewesen für die eigene Ernährung sterben, oder ausgebeutet werden soll, irgendwie löblich. Der Preis, den Veganer durch die Gefährdung der eigenen Gesundheit unter Umständen dafür zahlen müssen, kann aber sehr hoch sein.

Neulich ging nun aber ein Bericht über ein Paar durch die Nachrichten, welches sich einer noch extremeren Ernährungsweise verschrieben hat: Dem Frutarismus. Dabei wird das Konzept, dass für die eigene Ernährung kein Lebewesen getötet oder ausgebeutet werden soll, kurzerhand auch auf Pflanzen erweitert. Das bedeutet, dass auch pflanzliche Lebensmittel nur dann gegessen werden dürfen, wenn die Pflanzen diese “freiwillig” abgegeben haben. Also zum Beispiel, wenn der Apfel bereits vom Baum gefallen ist.

Das hat jedoch zur Folge, dass für Frutarier auch eine ganze Reihe von Obst und insbesondere Gemüsesorten tabu sind. Denn um zum Beispiel an Möhren oder Kartoffeln heranzukommen, muss die Pflanze ausgegraben – und damit getötet – werden. Damit wird der eigene Speiseplan dann nochmal ein ganzes Stück einseitiger, als er bei einem klassischen Veganer ohnehin schon ist. Experten sind sich hierbei einig, dass das auf Dauer einfach nicht gesund sein kann.

Denn zum einen führt diese Ernährungsform noch schneller und drastischer zu Mangelerscheinungen unter anderem an Eiweiß, Calcium, Jod, Eisen etc. und damit verbundenen Krankheiten. Zum anderen führt der überwiegende Verzehr von Fallobst zu einer sehr hohen Zuckerzufuhr in Form von Fruktose. Deshalb können auch Zuckerbedingte Krankheiten wie Bluthochdruck oder Karies die Folge sein. Daher möchte ich – auch wenn Frutarismus auf manche vielleicht irgendwie “hip” wirkt – dringend davon abraten. Ernährt Euch einfach bewusst und ausgewogen. Das ist erstens gesünder und zweitens auch einfacher als vorm Baum zu stehen und zu warten bis der nächste Apfel runterfällt 😉

 

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